BOX18 EG
Ort: Berlin, Friedrichshain
Auftraggeber*in: St. Oberholz GmbH/ Friedrichshöfe GmbH
Jahr: 2025
Fläche: 210 m²
Team: Astrid Pankrath, Henrike Meyer, Franziska Ratsch
Ausführung mit: Frederic Fourrichon, Eckehard Krüger
Fotos: Max Dauer
Das Erdgeschoss im Vorderhaus der Boxhagener Straße 18 wurde als sichtbares, repräsentatives Schaufenster für die St. Oberholz Workspaces inszeniert, als ein starkes Markenzeichen, das die gestalterische Identität des Standorts selbstbewusst nach außen transportiert. Hier findet das innenarchitektonische Konzept des bereits realisierten Workspaces im 3. OG des Seitenflügels seine komprimierte, atmosphärisch verdichtete Fortführung. Der Zugang erfolgt einladend über den Innenhof.
Beim Betreten werden die Ankommenden von einer großzügigen Community-Küche empfangen. Die Öffnung und Vergrößerung des Raumes gelang durch den Rückbau früherer Einbauten. Die verbliebenen Wandansätze wurden als gestalterische Fragmente erhalten und der Bereich wurde mit rauer Putzoberfläche visuell abgesetzt.
Ein monolithischer, tiefschwarzer Tresenblock mit glitzernder Granitoberfläche bildet den zentralen Willkommensort. Er kontrastiert bewusst mit dem vertikalen Rhythmus der grünen Wandfliesen und den farbigen Akzenten der Möblierung.
Insgesamt ist eine fließende, offene Arbeitslandschaft entstanden, die durch konsequente Farb- und Oberflächengestaltung der Wände strukturiert wird. Der Bestandsestrich wurde freigelegt und mit Betonöl versiegelt, während für die Trennwand des Fokusbereichs Restplatten aus dem dritten Obergeschoss im Sinne des nachhaltigen Re-Use weiterverwendet wurden. Eine visuell prägnante, schwarz abgesetzte Deckenfläche spiegelt die Geometrie der Arbeitszonen wider und verbindet den Workspace fließend mit dem Community-Bereich.
Die maßgefertigten, langen Workbenches aus hellem Holz definieren die kollaborativen Zonen. Ein besonderes visuelles Highlight bildet die vorgesetzte Magazinwand: Ihre vollflächig verspiegelte Oberfläche reflektiert dynamisch den umgebenden Raum und schafft so einen spannungsvollen, leicht irritierenden Hintergrund für die ausgestellten Bücher und Magazine.
Durch den Erhalt der bestehenden Glaswände bleibt die visuelle Achse vom Innenhof bis zur Straßenfront vollständig transparent. Das Zusammenspiel aus rohen und verfeinerten Oberflächen, unterschiedlichen Texturen und reflektierenden Spiegel- und Glasflächen erzeugt eine kraftvolle, identitätsstarke Atmosphäre.
In Zusammenarbeit mit:
Tischlerei Brettmen, minimum einrichten GmbH, Krebes Raumausstattung & Polsterei, Marcin SOLTYS Bauservice, Elektro: Fa. Eichler















