Arbeitswelt Gastronomie
WORKSPACE

QUADRIGA Campus

Ort: Berlin, Mitte
Auftraggeber*in: Quadriga Media Berlin GmbH
Jahr: 2024/25
Team: Astrid Pankrath, Franziska Ratsch, Anet Kuhla, Orla Brennan, Henrike Meyer, Anne Freiberger-Liebscher, Amina Helal
Fotos: Max Dauer

Der Quadriga Campus Berlin ist als großgedachtes Projekt in drei Bauabschnitten konzipiert. Mit dem ersten Bauabschnitt – dem Café im Erdgeschoss – wurde die gestalterische Grundlage für den gesamten Campus entwickelt. Entstanden ist eine räumliche Identität, die die Haltung von Quadriga architektonisch übersetzt und als konzeptionelles Fundament für alle folgenden Bereiche dient.
Die zentrale Aufgabe bestand darin, Quadriga nach außen wie nach innen zu öffnen und die Idee eines lebendigen Lern- und Begegnungsortes räumlich erlebbar zu machen. Das Café bildet den kommunikativen Mittelpunkt des Hauses und vereint Empfang, Community-Bereich, Veranstaltungsort, Co-Working-Space und informelle Meetingflächen zu einer offenen Plattform für Austausch und Kommunikation.

Der Entwurf basiert auf der maximalen Transformation des Bestands bei konsequenter Wiederverwendung vorhandener Strukturen. Die bestehende Kleinteiligkeit wurde aufgelöst und in eine großzügige, transparente Begegnungsfläche überführt. Der freie Durchblick von der Straße bis in den Innenhof macht die Offenheit und den gemeinschaftlichen Geist von Quadriga unmittelbar erlebbar.
Die Zonierung des Raumes folgt dem zukunftsorientierten Netzwerk von Quadriga. Unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten schaffen Raum für Begegnung, konzentriertes Arbeiten und informelle Kommunikation. Maßgefertigte Möbel, Sitzpodeste aus Eichenholz, Hochtische, Tresen und flexible Interaktionsflächen ermöglichen vielfältige Nutzungen und unterschiedliche Formen des Aufenthalts.

Den funktionalen Mittelpunkt bildet ein glänzend lackierter Holztresen, der zwischen Empfang, Auskunft und Café vermittelt. Rückseitig integriert ein transluzenter Raumkörper aus Polycarbonat Küche und Nebenräume selbstverständlich in das räumliche Gefüge. Die Tabula Cebetis des Künstlers Peter Feiler bildet als großformatiges Bestandskunstwerk auf einer tiefschwarzen Wand das visuelle Zentrum des Cafés und erhält durch die Neugestaltung einen ihrer Bedeutung entsprechenden Ort.

Die Material- und Farbpalette bildet das gestalterische Fundament des gesamten Campus. Freigelegte Betonoberflächen treffen auf Eichenholz, Spiegel, Aluminium, Textilien und transluzente Polycarbonatflächen. Tiefschwarze Elemente strukturieren den Raum und zeichnen zugleich die ursprüngliche Raumeinteilung als bewusste Spurensicherung des Bestands nach. Raumhohe Spiegelwände lösen die Raumgrenzen optisch auf und erzeugen wechselnde Perspektiven. Maßgefertigte Möbel, integrierte Pflanzkisten und vertikale Begrünungsstrukturen ergänzen die Verbindung aus harten und weichen Materialien.

Das im Café entwickelte Gestaltungskonzept wurde im zweiten Bauabschnitt mit Seminarräumen, Forumsflächen, Podcast-Studio und Übergangszonen konsequent weitergeführt und auf die jeweilige Nutzung übersetzt. Dabei wurde, mittels Re-Use Glaswänden, Licht in ehemals abgeschlossene Flurbereiche gebracht und somit Transparenz und Aufenthaltsqualität erzeugt. Die konzipierte Gestaltungshaltung bildet die Grundlage für den aktuell laufenden dritten Bauabschnitt mit Büro- und Hochschuletagen sowie Community- und Eventbereichen ¬– und prägt den gesamten Campus als offenen Ort für Begegnung, Kommunikation und gemeinsames Lernen.

 

In Zusammenarbeit mit:
Tischlerei Brettmen, Krebes Raumausstattung & Polsterei, Concular, ERCO, Marazzi, Felsmann Malerei GmbH & Co. KG, Michael Trapp GmbH, United Spaces Einrichten GmbH, Andre Lange, Werk 2, KES Krechlok Elektrosysteme GmbH, GT-Groschopp, Praxton GmbH, KKP Werbetechnik, Terravinossa, Catlab, H. Prigge Automatiktüren, Paul Baumann, Fliesen-Ehlers GmbH